Nährstoffwissen

Vitamin A: Wirkung, Tagesbedarf & richtige Dosierung

Kind isst eine frische Karotte – Vitamin A Dosierung und Versorgung im Alltag

Vitamin A ist vor allem für seine Bedeutung für die Sehkraft bekannt. Doch das fettlösliche Vitamin übernimmt noch weitere wichtige Aufgaben im Körper, etwa für das Immunsystem und die Haut. Wie viel Vitamin A brauchen wir täglich und wann kann es zu viel werden? 


In diesem Beitrag erfährst du, welche Lebensmittel besonders reich an Vitamin A sind, worin sich Retinol und Beta-Carotin unterscheiden und wann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein kann.

Das Wichtigste in Kürze

Wichtige Funktionen: Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft, Haut und Schleimhäute sowie zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Täglicher Bedarf: Die DGE empfiehlt Erwachsenen 700 bis 850 µg Vitamin A pro Tag, abhängig von Alter und Geschlecht.

Natürliche Quellen: Retinol steckt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Leber, Beta-Carotin in Gemüse wie Karotten, Kürbis und Spinat.

Richtige Einnahme: Vitamin A ist fettlöslich und wird am besten zusammen mit einer Mahlzeit aufgenommen, die etwas Fett enthält.

Vitamin-A-Dosierung: Wie viel ist sinnvoll?

Wie viel Vitamin A du täglich benötigst, hängt von deinem Alter, Geschlecht und deiner Lebensphase ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat dafür Referenzwerte festgelegt, die als Orientierung für eine ausreichende Versorgung dienen (1).


Besonders während des Wachstums sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit verändert sich der Bedarf. Die folgende Tabelle zeigt, welche Mengen für die einzelnen Altersgruppen empfohlen werden.


Altersgruppe

Vitamin A pro Tag (µg RAE)

Säuglinge, 0 bis unter 4 Monate

500*

Säuglinge, 4 bis unter 12 Monate

400*

Kinder, 1 bis unter 7 Jahre

300-350

Kinder, 7 bis unter 10 Jahre

450

Kinder, 10 bis unter 13 Jahre

600

Jungen, 13 bis unter 19 Jahre

800-900

Mädchen, 13 bis unter 19 Jahre

700-800

Männer, 19 bis unter 65 Jahre

850

Frauen, ab 19 Jahren

700

Männer, ab 65 Jahren

800

Schwangere

800

Stillende

1.300

*Schätzwerte.


Was bedeutet µg RAE?


Vitamin A kommt in unterschiedlichen Formen vor. Tierische Lebensmittel liefern vor allem Retinol, während pflanzliche Lebensmittel sogenannte Provitamin-A-Carotinoide wie Beta-Carotin enthalten. Diese kann der Körper bei Bedarf in Vitamin A umwandeln.

Da die verschiedenen Formen unterschiedlich gut verwertet werden, gibt die DGE den Bedarf in Retinol-Aktivitäts-Äquivalenten (RAE) an. Dabei entspricht 1 µg Retinol einem RAE. Für dieselbe Vitamin-A-Aktivität werden dagegen etwa 12 µg Beta-Carotin aus Lebensmitteln benötigt (1).


Ab wann ist Vitamin A zu viel?


Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann im Körper gespeichert werden. Eine dauerhaft zu hohe Aufnahme von vorgebildetem Vitamin A (Retinol) kann deshalb gesundheitliche Risiken mit sich bringen.


Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für Erwachsene eine Obergrenze von 3.000 µg vorgebildetem Vitamin A (Retinol) pro Tag festgelegt. Dieser Wert gilt auch für Schwangere und Stillende. Für jüngere Altersgruppen gelten niedrigere Grenzen (2):


  • Säuglinge ab 4 Monaten: 600 µg pro Tag

  • Jugendliche von 15 bis 17 Jahren: 2.600 µg pro Tag


Wichtig: Diese Werte sind Sicherheitsgrenzen und keine Empfehlungen für die tägliche Einnahme. Besonders während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Die Obergrenzen gelten ausschließlich für vorgebildetes Vitamin A, nicht für Beta-Carotin (2).

Wie viel Vitamin A sollte ein Nahrungsergänzungsmittel enthalten?

Nicht jede Person benötigt zusätzliches Vitamin A. Viele Menschen nehmen bereits über ihre Ernährung ausreichende Mengen auf. Das zeigen auch Daten der Nationalen Verzehrsstudie II, in der die durchschnittliche Vitamin-A-Zufuhr über den Referenzwerten für Erwachsene lag (4).


Für Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) deshalb deutlich niedrigere Mengen als die allgemeinen Sicherheitsgrenzen der EFSA (3).


Referenzwerte und Obergrenzen im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt, welche Mengen für Erwachsene gelten und wie sich die verschiedenen Richtwerte unterscheiden.

Richtwert

Menge pro Tag

EFSA-Obergrenze für Retinol, Erwachsene

3.000 µg RE

BfR-Höchstmengenvorschlag für Vitamin A in Nahrungsergänzungsmitteln

Max. 200 µg

BfR-Höchstmengenvorschlag für Beta-Carotin in Nahrungsergänzungsmitteln

Max. 3.500 µg


Für Beta-Carotin hat die EFSA keine allgemeine tolerierbare Obergrenze festgelegt. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine unbegrenzt hohe Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel unbedenklich ist (2).


Was bedeutet das für dich? Wenn du Vitamin A ergänzen möchtest, solltest du zunächst prüfen, ob eine zusätzliche Zufuhr überhaupt notwendig ist. Achte dabei nicht nur auf die Dosierung, sondern auch darauf, ob das Präparat Retinol oder Beta-Carotin enthält.

Vitamin-A-reiche Lebensmittel wie Karotten, Spinat, Brokkoli, Eier und Leber – Vitamin A Dosierung über die Ernährung

Welche Wirkung hat Vitamin A?

Vitamin A übernimmt verschiedene wichtige Aufgaben im Körper. Auch die Europäische Union erkennt diese Funktionen offiziell an. In der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 sind sechs gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) für Vitamin A zugelassen (5, 6).


Bereich Zugelassene Angabe
Eisenstoffwechsel Vitamin A trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei
Schleimhäute Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei
Haut Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
Sehkraft Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
Immunsystem Vitamin A trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
Zellspezialisierung Vitamin A hat eine Funktion bei der Zellspezialisierung

Wann darf mit diesen Wirkungen geworben werden? Hersteller dürfen die zugelassenen Health Claims verwenden, wenn ihr Produkt die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Nahrungsergänzungsmittel müssen dafür mindestens 120 µg Vitamin A pro Tagesdosis enthalten (7).

Retinol oder Beta-Carotin: Was ist der Unterschied?

Vitamin A kommt in zwei unterschiedlichen Formen vor: als vorgebildetes Vitamin A (Retinol) in tierischen Lebensmitteln und als Provitamin A (Beta-Carotin) in pflanzlichen Lebensmitteln. Beta-Carotin kann der Körper bei Bedarf in Vitamin A umwandeln (4).


Beide Formen tragen zur Vitamin-A-Versorgung bei, unterscheiden sich jedoch in ihrer Verwertung und den möglichen Risiken bei einer zu hohen Aufnahme.


Merkmal

Retinol

Beta-Carotin

Lebensmittel

Leber, Eier, Milchprodukte, Fisch

Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Spinat, Aprikosen

Umrechnung

1 µg = 1 µg RAE

12 µg = 1 µg RAE

Obergrenze

3.000 µg täglich für Erwachsene

Keine allgemeine Obergrenze festgelegt


Was bedeutet das für Nahrungsergänzungsmittel?


Bei der Auswahl eines Vitamin-A-Präparats solltest du nicht nur auf die Dosierung, sondern auch auf die enthaltene Vitamin-A-Form achten. Beta-Carotin kann laut Verbraucherzentrale NRW eine Alternative zu vorgebildetem Vitamin A sein (3). Allerdings ist es nicht für jeden gleichermaßen geeignet.


Besonders wichtig für Raucher: Große Studien wie ATBC und CARET haben gezeigt, dass hoch dosierte Beta-Carotin-Präparate bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko erhöhen können. Deshalb rät die EFSA Rauchern von der Einnahme solcher Präparate ab (2, 8).


Beta-Carotin aus natürlichen Lebensmitteln ist davon zu unterscheiden. Karotten, Spinat und andere beta-carotinreiche Lebensmittel können weiterhin Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Aufnahme und Bioverfügbarkeit

Vitamin A und Beta-Carotin sind fettlöslich. Das bedeutet, dass der Körper sie besser aufnehmen kann, wenn gleichzeitig etwas Fett verzehrt wird. Besonders für Beta-Carotin aus pflanzlichen Lebensmitteln ist dieser Zusammenhang wissenschaftlich untersucht.


Studien zeigen beispielsweise:


  • Gemüse mit etwas Öl: Die Aufnahme von Beta-Carotin kann sich verbessern, wenn Karotten, Salat oder anderes Gemüse mit etwas Pflanzenöl kombiniert werden (9, 10).

  • Ei zum Gemüse: In einer kleinen Studie wurde Beta-Carotin aus Salat mit Rührei deutlich besser aufgenommen als ohne Ei (11).


Unser Tipp: Schon etwas Olivenöl im Salat oder eine kleine Menge Fett zu einer Gemüsemahlzeit kann die Aufnahme unterstützen. Eine feste Fettmenge lässt sich aus den bisherigen Studien jedoch nicht ableiten.

Gut zu wissen: Der Körper speichert Vitamin A hauptsächlich in der Leber. Bei einer dauerhaft zu hohen Zufuhr von Retinol kann es sich dort anreichern. Deshalb solltest du insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln auf eine angemessene Dosierung achten (12).

Frau bereitet frisches Gemüse wie Karotten und Gurken zu – Vitamin A Dosierung durch eine ausgewogene Ernährung

Einnahme: Wann und wie lange?

Bei der Einnahme von Vitamin A kommt es nicht nur auf die richtige Dosierung, sondern auch auf die Kombination mit Lebensmitteln an. Folgende Hinweise helfen dir dabei:


  • Zu einer Mahlzeit: Da Vitamin A fettlöslich ist, empfiehlt sich die Einnahme zusammen mit etwas Fett, beispielsweise aus Joghurt, Eiern oder Pflanzenöl (9, 11).

  • Tageszeit: Ob morgens, mittags oder abends, spielt keine entscheidende Rolle. Eine bestimmte Einnahmezeit ist nicht vorgeschrieben.

  • Dosierung: Ein Präparat mit 200 µg Vitamin A deckt etwa ein Viertel des täglichen Bedarfs eines Erwachsenen. Berücksichtige dabei auch die Zufuhr über Lebensmittel.

  • Einnahmedauer: Wie lange eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt von deiner individuellen Versorgung ab. Einen allgemein empfohlenen Einnahmezeitraum gibt es nicht.


Wichtig: Schwangere, Personen, die bestimmte Akne-Medikamente einnehmen, sowie Raucher, die Beta-Carotin ergänzen möchten, sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen (3).

So erkennst du ein gutes Vitamin-A-Präparat

Vitamin A ist sowohl in einzelnen Nahrungsergänzungsmitteln als auch in vielen Multivitaminpräparaten enthalten. Damit du nicht unbeabsichtigt zu viel aufnimmst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Verpackung. Diese fünf Kriterien helfen dir bei der Auswahl:


  • Vitamin-A-Gehalt: Achte darauf, wie viel Vitamin A pro Tagesdosis enthalten ist. Die Menge wird in Mikrogramm (µg) angegeben, häufig ergänzt durch den prozentualen Nährstoffbezugswert.

  • Dosierung: Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 200 µg Vitamin A pro Tagesdosis vor. Berücksichtige dabei auch andere Präparate und deine Ernährung (3).

  • Bioverfügbarkeit: Angaben zu einer besonders guten Aufnahme sollten durch wissenschaftliche Untersuchungen zur jeweiligen Produktformulierung belegt sein.

  • Vitamin-A-Form: Prüfe, ob das Produkt Retinol, Beta-Carotin oder eine Kombination enthält. Die beiden Formen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Verwertung und möglicher Risiken bei hoher Zufuhr.

  • Qualität und Reinheit: Unabhängige Laborprüfungen und nachvollziehbare Chargennummern können zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität bieten.


Unser Tipp: Vergleiche nicht nur den Vitamin-A-Gehalt verschiedener Produkte, sondern prüfe zunächst, ob du überhaupt eine zusätzliche Versorgung benötigst. Denn eine höhere Dosierung bedeutet nicht automatisch einen größeren gesundheitlichen Nutzen.

Nebenwirkungen und Überdosierung

Vitamin A ist lebenswichtig, kann in zu hohen Mengen jedoch gesundheitliche Beschwerden verursachen. Dabei macht es einen Unterschied, ob einmalig eine sehr hohe Dosis oder über längere Zeit zu viel Vitamin A aufgenommen wird.


  • Akute Überdosierung: Kann Kopfschmerzen, Übelkeit und Sehstörungen verursachen (3).

  • Dauerhafte Überdosierung: Kann die Leber schädigen und sich negativ auf die Knochengesundheit auswirken. Studien zeigen teilweise ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche, die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich (12–14).

  • Schwangerschaft: Eine überhöhte Aufnahme von Retinol kann das Risiko für Fehlbildungen beim ungeborenen Kind erhöhen (15, 16).


Diese Risiken betreffen vor allem vorgebildetes Vitamin A (Retinol), insbesondere bei der Einnahme hoch dosierter Präparate.


Für wen ist besondere Vorsicht angebracht?


Einige Personengruppen sollten bei der Einnahme von Vitamin-A-Präparaten besonders aufmerksam sein:


  • Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch: Vitamin-A-Präparate mit Retinol nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Während der Schwangerschaft sollte auf Leber als Lebensmittel verzichtet werden (2–4).

  • Raucher: Auf Beta-Carotin-Präparate verzichten, da hoch dosiertes Beta-Carotin das Lungenkrebsrisiko erhöhen kann (2, 3).

  • Personen, die bestimmte Akne-Medikamente einnehmen: Bei einer Behandlung keine zusätzlichen Vitamin-A-Präparate ohne ärztliche Rücksprache verwenden (3).

  • Kinder und Jugendliche: Für sie gelten niedrigere Sicherheitsgrenzen. Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb nur bei entsprechendem Bedarf und fachlicher Empfehlung eingesetzt werden (2).

  • Menschen, die regelmäßig Leber essen: Leber enthält besonders viel Retinol. Die EFSA empfiehlt, Leber und Leberprodukte höchstens einmal im Monat zu verzehren, um eine überhöhte Aufnahme zu vermeiden (2).


Wichtig: Eine Überdosierung entsteht in der Regel nicht durch den normalen Verzehr von beta-carotinreichem Gemüse, sondern vor allem durch hohe Mengen an vorgebildetem Vitamin A, beispielsweise aus Nahrungsergänzungsmitteln oder häufigem Leberverzehr.

Fazit

Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft und Haut sowie zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich der tägliche Bedarf in der Regel gut decken. Besonders Gemüse mit Beta-Carotin sowie tierische Lebensmittel tragen zur Versorgung bei.


Eine zusätzliche Einnahme ist deshalb nicht immer notwendig. Da der Körper Vitamin A speichern kann, solltest du vor allem bei hoch dosierten Präparaten vorsichtig sein. Entscheidend ist nicht eine möglichst hohe Zufuhr, sondern eine bedarfsgerechte Versorgung. Achte bei Nahrungsergänzungsmitteln auf die enthaltene Vitamin-A-Form und Dosierung und kläre im Zweifelsfall ab, ob eine Ergänzung für dich sinnvoll ist.

Unsere Expertin

Portrait Christina Ioannidis

Christina Ioannidis

Hebamme, Heilpraktikerin

Schwerpunkte:
Ganzheitliche Frauen- und Kinderheilkunde | Aromatherapie | Phytotherapie

Wie hoch ist die empfohlene Vitamin-A-Dosierung für Erwachsene?

Die DGE nennt 700 µg RAE pro Tag für Frauen und 850 µg RAE für Männer, ab 65 Jahren sind es für Männer 800 µg. Für Schwangere liegt der Wert bei 800 µg, für Stillende bei 1.300 µg.

Wie hoch ist die Obergrenze für Vitamin A?

Für Beta-Carotin hat die EFSA keine allgemeine Obergrenze festgelegt, das BfR schlägt für Präparate höchstens 3.500 µg vor. Raucher sollten es nicht als Präparat einnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Retinol und Beta-Carotin?

Retinol ist vorgebildetes Vitamin A aus tierischen Lebensmitteln und Präparaten. Beta-Carotin ist die pflanzliche Vorstufe, 12 µg davon entsprechen 1 µg RAE. Für Beta-Carotin gibt es keine Obergrenze, Raucher sollten es aber nicht als Präparat einnehmen.

Welche Health Claims gibt es für Vitamin A?

Die EU hat sechs Angaben zugelassen, zu Eisenstoffwechsel, Schleimhäuten, Haut, Sehkraft, Immunsystem und Zellspezialisierung. Ein Beispiel ist: Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.

Wie nehme ich Vitamin A am besten ein?

Zu einer Mahlzeit, die etwas Fett enthält, etwa Joghurt, Käse, Ei oder Öl. Eine feste Tageszeit ist nicht belegt.

Für wen ist bei Vitamin A Vorsicht angebracht?

Vor allem für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch, für Raucher bei Beta-Carotin-Präparaten und für Menschen, die Isotretinoin einnehmen. Wer oft Leber isst, sollte ein Präparat bei der Menge mitrechnen.

Referenzen zum Nachlesen
  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Vitamin A, Referenzwerte; Stand Ableitung: 2020. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-a/.
  2. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA). Scientific opinion on the tolerable upper intake level for preformed vitamin A and β-carotene. EFSA Journal 2024; 22(6):e8814. Verfügbar unter: https://doi.org/10.2903/j.efsa.2024.8814 (Zusammenfassung: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11154838/).
  3. Verbraucherzentrale NRW. Vitamin A-Produkte: was ist sinnvoll?; Stand: 11. August 2026. Verfügbar unter: https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/vitamin-aprodukte-was-ist-sinnvoll-26578.
  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin A; November 2020. Verfügbar unter: https://www.dge.de/fileadmin/dok/gesunde-ernaehrung/faq/DGE-FAQ-Vitamin_A-2020.pdf.
  5. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel. Verfügbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32012R0432.
  6. Verbraucherzentrale. Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zu Vitamin A; Stand: September 2025. Verfügbar unter: https://verbraucherzentrale-berlin.de/node/4542.
  7. Verbraucherzentrale. Mindestmengen: So viel von Vitaminen oder Mineralstoffen muss drin sein; Stand: 15. September 2025. Verfügbar unter: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/mindestmengen-so-viel-von-vitaminen-oder-mineralstoffen-muss-drin-sein-39095.
  8. Goralczyk R. Beta-carotene and lung cancer in smokers: review of hypotheses and status of research. Nutr Cancer 2009; 61(6):767-74. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1080/01635580903285155.
  9. White WS, Zhou Y, Crane A, Dixon P, Quadt F, Flendrig LM. Modeling the dose effects of soybean oil in salad dressing on carotenoid and fat-soluble vitamin bioavailability in salad vegetables. Am J Clin Nutr 2017; 106(4):1041-51. Verfügbar unter: https://doi.org/10.3945/ajcn.117.153635.
  10. Brown MJ, Ferruzzi MG, Nguyen ML, Cooper DA, Eldridge AL, Schwartz SJ et al. Carotenoid bioavailability is higher from salads ingested with full-fat than with fat-reduced salad dressings as measured with electrochemical detection. Am J Clin Nutr 2004; 80(2):396-403. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1093/ajcn/80.2.396.
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